Mit einer starken Bilanz kehrten die Athletinnen und Athleten des LC von den Deutschen Leichtathletik-Masters-Meisterschaften zurück, die vom 17. bis 19. Juli im Grenzlandstadion in Mönchengladbach ausgetragen wurden. Acht Starterinnen und Starter der Altersklassen W50, W55, M50 und M60 sicherten sich insgesamt elf Medaillen. Hinzu kamen zahlreiche persönliche Bestleistungen und ein neuer deutscher Rekord.
Für den sportlichen Höhepunkt sorgte die 4×100-Meter-Staffel der W50. In der Besetzung Silke Byner, Michaela Zwiener, Jutta Bergner und Kerstin Geers gewann das Quartett souverän den deutschen Meistertitel und verbesserte die erst kürzlich aufgestellte deutsche Bestleistung auf 54,15 Sekunden. „Diese Staffel war das glänzende Sahnehäubchen und hat richtig Spaß gemacht“, waren sich die vier Läuferinnen nach dem Rennen einig.
Erfolgreichste Einzelstarterin war Silke Byner (W50), die sich über 100 Meter in 13,05 Sekunden und über 200 Meter in persönlicher Bestzeit von 26,91 Sekunden jeweils den Titel sicherte. Zusammen mit dem Staffelgold durfte sie sich über drei Goldmedaillen freuen. „Ich freue mich riesig über die drei Goldmedaillen und dass ich eine deutliche Leistungssteigerung in dieser Saison zeigen konnte“, sagte sie. „Intensives Training, Geduld und vor allem viel Leidenschaft unter uns Master-Sprinterinnen haben sich an diesem Wochenende ausgezahlt.“
Auch Michaela Zwiener (W55) überzeugte mit einem starken Auftritt. Sie gewann Gold über 200 Meter (28,98 Sekunden) und 80 Meter Hürden (14,61 Sekunden, persönliche Bestzeit) sowie Silber über 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 13,95 Sekunden. „Es fehlten einige Athletinnen und ich habe meine Chance genutzt“, freute sie sich. „Besser kann eine DM nicht laufen. Das insgesamt hohe Trainingsniveau unserer Gruppe verbessert auch in unserem Alter weiterhin die Leistungen.“
Kerstin Geers (W55) gewann über 200 Meter in persönlicher Bestzeit von 29,17 Sekunden die Silbermedaille. Über 100 Meter (14,00 Sekunden, persönliche Bestzeit) und 400 Meter (69,12 Sekunden) belegte sie jeweils Rang vier. „Motiviert an frühere Erfolge anzuknüpfen, freue ich mich sehr über meine persönlichen Bestzeiten in der Altersklasse W55“, sagte sie.
Jutta Bergner komplettierte das erfolgreiche Staffelquartett. Sie belegte über 100 Meter in 14,48 Sekunden und über 200 Meter in 30,60 Sekunden die Plätze acht und neun. Beide Leistungen bedeuteten persönliche Bestzeiten. „Mit den Bestleistungen bin ich sehr zufrieden“, lautete ihr Fazit.
Im Stabhochsprung der M60 sicherte sich Gerd Westphal mit übersprungenen 3,20 Metern den deutschen Meistertitel. „Stabhochsprung lief gut und ich konnte dieses Jahr endlich den Titel holen“, sagte der neue Meister. Vereinskamerad Otmar Schulz, der im Vorfeld durch einen Wespenstich beeinträchtigt worden war, gewann mit 3,00 Metern die Bronzemedaille.
Timm Funke trat im Stabhochsprung der M50 trotz einer Oberschenkelzerrung an und erreichte mit 3,70 Metern Silber „Aufgrund einer Oberschenkelzerrung war das Antreten ein großes Risiko, denn Timm will im August zur Weltmeisterschaft nach Daegu (Südkorea)“, berichtete Gerd Westphal. „Da ist Silber auf jeden Fall super.“
Am Sonntag sprintete Westphal zudem über 100 Meter Hürden in persönlicher Bestzeit von 16,28 Sekunden auf den Bronzerang. „Ich wollte meinen Titel aus dem Vorjahr gerne verteidigen. Doch aufgrund von Wadenproblemen am Samstag konnte ich nur bis zur fünften Hürde mit den Jüngeren mithalten. Dann machte die Wade zu und ich konnte Bronze ins Ziel retten.“
Nach 15 Jahren Wettkampfpause feierte Michael Krusemark ein gelungenes Comeback auf der Bahn. Über 800 Meter belegte er in 2:24,83 Minuten Rang vier, über 400 Meter wurde er in 62,87 Sekunden Sechster. „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden: Zweimal Top 6, meine Meldezeiten bestätigt und Samstag waren meine Athleten da, um mich anzufeuern“, sagte Krusemark. „Jetzt kann ich nächstes Jahr angreifen.“
Mit elf Medaillen, einem neuen deutschen Rekord und zahlreichen persönlichen Bestleistungen zogen die LC-Athletinnen und -Athleten eine rundum positive Bilanz der Deutschen Masters-Meisterschaften.




