Freitag, 19. April 2024

Rutz versilbert grandiose Hallensaison

Bei den Deutschen U20 Meisterschaften in der Dortmunder Helmut Körnig Halle ließ 800-Meter-Spezialist Robert Rutz seinen Worten Taten folgen. Der gebürtige Herforder lief nach einem soliden Vorlauf-Sieg in das Finale am Sonntag. Über die vier Runden lieferten sich die talentiertesten Nachwuchsathleten Deutschlands ein fulminantes Rennen, in dem Rutz in neuer persönlicher Bestzeit zu Silber lief (1:51,74min). Gold ging an Louis Buschbeck vom Königsteiner LC (1:50,45min) und Bronze an Piet Hoyer von der LG Offenburg (1:53,74min). „Mein Plan war es erstmal am Samstag so kraftsparend wie möglich ins Finale zu laufen. Das hat auch gut geklappt und ich hab mich am Sonntag super gefühlt. Mein nächstes Ziel war vorne weg zu laufen und Tempo zu machen, um das Feld auseinander zu ziehen und eine neue Bestzeit zu laufen. Die Zwischenzeiten waren ein bisschen zu schnell, aber am Ende hat es dennoch für eine Bestzeit und für Silber gereicht,“ resümierte der Athlet, der von Dr. Guido Kaulmann trainiert wird.

Über die 800 Meter am Start war außerdem sein Trainingskamerad Joel Radin, der in 2:00,04 Minuten trotz neuer Bestzeit den Einzug ins Finale leider verpasste. Für ihn kein Grund zur Traurigkeit: „Im Vorhinein war ein Ergebnis in dem Bereich abzusehen. Ich war die letzten zwei Wochen krank und auch beim Lauf noch nicht ganz fit. Deshalb war die Strategie mich einfach hinten ans Feld zu hängen und auf den letzten Metern möglichst viel rauszuholen. Das hat auch ganz gut geklappt, so konnte ich auf den letzten Metern noch eine Position gut machen. Wäre ich fit gewesen hätte ich gerne an meine Zeit aus dem Sommer angeknüpft und so sicherlich auch Chancen gehabt ums Finale mitzureden.“ Für eine Top-Ten-Platzierung sorgte auch Jonathan Gebauer, der aktuell in den Vorbereitungen auf sein Abitur steckt. In der 1.500-Meter-Konkurrenz lief Gebauer in 4:03,91 Minuten zu einem tollen siebten Platz. „Das Ziel der direkten Qualifikation gelang durch den Vorlaufsieg planmäßig. Der 7. Platz war, aufgrund einer nicht optimalen Vorbereitung durch meine Vorabiklausuren, mehr als zu erwarten war“, resümiert Jonathan, der von seinem Vater Klaus Gebauer betreut wird.

Auch Theresa Weber aus der Trainingsgruppe von Tim Rabe konnte an ihre Erfolge aus dem Sommer anknüpfen. In einem schnellen 3.000 Meter Rennen konnte Weber eine super Leistung zeigen und belohnte sich in 10:12,64 Minuten mit einer neuen Bestzeit und Platz 8 in der Gesamtwertung. Auf der Sprintbahn behielt Jessica Drieson bei ihrem Meisterschafts-Debüt die Nerven und sprintete zwei Mal zu einer neuen Bestleistung über die 60 Meter. Mit 7,64 Sekunden gab es einen soliden Halbfinaleinzug, wo sie mit 7,62 Sekunden noch einmal einen draufsetzen konnte. Drieson, die noch der U18 angehört, trainiert erst seit Oktober in der Trainingsgruppe von Michael Gaentzsch. „Mit ihrer Bestzeit von 7,62sec liegt sie in der aktuellen U18-Bestenliste auf Rang 9. Das ist schon was und dann unter den besten 16 bei der U20 im Halbfinale zu sein ist eine super Erfolg“, so ihr Coach.