Große Enttäuschung beim LC Paderborn und der Vereinssprinterin Janina Kölsch. Die 100m-Sprinterin wurde vom Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) nicht für die Olympischen Spiele in Rio nominiert. Obwohl der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) zunächst die 25-jährige Athletin für den Staffelpool der 4 x 100m nominiert hatte, lehnte der DOSB anschließend die Aufnahme in den Olympia-Kader ab.
Dabei liegen die Gründe der Nichtnominierung nicht bei ihren sportlichen Leistungen. Der DOSB lehnte die Aufnahme von Janina Kölsch in diesem Fall ab, weil angeblich der DLV sie nicht rechtzeitig in den Nationalen Anti-Doping-Kader aufgenommen hat. „Hätte der DLV sie bereits im Januar angemeldet, wäre Janina in Rio dabei“ ärgert sich Sprint-Trainer Thomas Prange über die Entscheidung. „In den drei Monaten, die sie nun offiziell bei der NADA registriert ist, ist sie bereits zwei Mal kontrolliert worden, das ist mehr als die meisten anderen Athleten.“ so Thomas Prange weiter.
„Als ich von der Nichtnominierung und dem Grund erfahren habe, bin ich aus allen Wolken gefallen. Ich habe in den letzten Monaten mit meinem Trainer hart trainiert. Das ich jetzt aus den besagten formalen Gründen, für die ich nichts kann, nicht mit nach Rio zu den Olympischen Spielen fahren kann, macht mich sehr traurig!“ gibt Janina Kölsch einen Einblick in ihre aktuelle Gefühlslage. Zumal ihr Platz im Olympiateam nun frei bleibt und nicht durch eine andere Sportlerin belegt wird.
„So sehr wir uns als Verein über die Teilnahme von Tatjana Pinto freuen, so sehr sind wir über die Nichtnominierung von Janina Kölsch für die Olympischen Spiele enttäuscht. Das ist eine harte Entscheidung, vor allem weil sie als Athletin am wenigsten für die Situation kann. Für Janina wäre ein Traum in Erfüllung gegangen. Leider wird sie für ihre erbrachten Leistungen nicht belohnt“ so LC-Vorsitzender Ulrich Woischner.




