Mittwoch, 04. März 2026

Thorwesten und Butzek in Topform

Am vergangenen Sonntag fanden in der Leichtathletikhalle des TSV Bayer 04 Leverkusen die Westdeutschen Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen und Jugend statt. Hier kämpften die Athleten des LC-Paderborns um Podiumsplätze und Bestleistungen.

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Wird immer schneller: Noel Thorwesten (896) steigert seine Bestleistung auf nunmehr 6,87 Sekunden.

Ganz vorne mit dabei war an diesem Tag Sprinttalent Noel Thorwesten. Der U20 Athlet aus der Trainingsgruppe von Thomas Prange überzeugte schon in einem phänomenalen Vorlauf über 60 Meter und erreichte nur kurz hinter Peter Emelieze (ASV Köln, VL 6,80sec) in 6,87 Sekunden das Ziel. Mit diesem Lauf erfüllte er auch die Prognose seines Trainers die Grenze von 6,90 Sekunden zu durchbrechen. In seinem Zeitendlauf überzeugte er dann nochmals mit 6,93 Sekunden und erreichte damit hinter den Sprint-Assen Peter Emelieze (ASV Köln, 6,72sec), Maximilian Ruth (TV Wattenscheid 04, 6,74sec) und Aleixo Platini Menga (TSV Bayer 04 Leverkusen, 6,80sec) einen tollen vierten Platz.
Bei den Damen gab es über 60 Meter einen spannenden Titelkampf zwischen den LC-Sprinterinnen Janina Kölsch und Chantal Butzek. Mit 7,40 Sekunden hatte die U20 Athletik Butzek am Ende die Nase ein wenig weiter vorne. Janina Kölsch zeigte jedoch auch ein starkes Rennen und wurde mit Saisonbestleistung von 7,43 Sekunden Zweite. Josefina Elsler entschied sich kurzfristig aus dem Training heraus zu einem Start über die 60 Meter. Sie erwischte kein optimales Rennen und wurde mit 7,70 Sekunden Fünfte. Im Sprint der weiblichen U18 war es ebenfalls ein guter Tag für Estelle Potthast. Sie gewann ihren Vorlauf mit neuer Bestzeit von 7,73 Sekunden. Den Endlauf musste sie aufgrund von Schmerzen in der hinteren Oberschenkelmuskulatur lockerer gestalten. Trotzdem lieferte sie auch hier nochmal eine tolle Zeit von 7,79 Sekunden und wurde damit Siebte.

Einen grandiosen Sieg fuhr auch Kugelstoßer Johann Gerok ein. Mit neuer persönlicher Bestweite von 17,51 Metern sicherte er sich mit großem Abstand zu seiner Konkurrenz den Titel des Westdeutschen Meisters.

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Volle Konzentration: Mehrkämpfer Andre Karasch erreicht in 8,55 Sekunden über die 60 Meter Hürden den sechsten Platz.

Im Hürdensprint der Männer konnte sich Mehrkämpfer Andre Karasch mit 8,55 Sekunden den sechsten Platz sichern. Senta Borlisch wurde im Dreisprung der Frauen mit einer Weite von 11,14 Metern Siebte. Im 800 Meter Lauf der Frauen erreichte Barbara Stoll zum ersten Mal einen Platz unter den besten Acht. Die ehemalige Fußballerin durchlief nach 2,20:49 Minuten das Ziel und wurde damit Achte. Nicht optimal verlief der Wettkampftag für die jungen Hochsprungtalente Tristan Henze und Doménique Gürth. Beide U18 Athleten mussten seit dem frühen Vormittag in der Halle auf ihren Wettkampfbeginn warten. Durch Verzug im Zeitplan begann der Wettkampf erst gegen 18.15 Uhr. Henze erreichte in diesem mit übersprungenen 1,85 Metern den vierten Platz. Für Doménique Gürth hingegen ging es über 1,80 Meter nicht mehr hinaus, womit es nur für Platz Sieben reichte.

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Positive Überraschung: Marcel Holz steigert sich mit einem mutigen Rennen über 800 Meter auf 2:03,06 Minuten und Platz sechs in der MJU18.

Eine positive Überraschung an diesem Tag war Marcel Holz. Der U18 Athlet war über die 800 Meter mit einer der schwächsten Meldeleistungen des Teilnehmerfeldes angereist. In einem beherzten Rennen gewann er seinen Zeitendlauf mit einem mutigen Tempolauf von der Spitze weg in neuer Bestzeit von 2:03,06 Minuten. Im schnelleren Zeitendlauf zogen dann noch fünf Läufer knapp an ihm vorbei, sodass er am Ende auf den sehr guten sechsten Platz gewertet wurde. Kea Wagemann (wU18) erwischte an diesem Tag über die 1500 Meter keinen guten Wettkampf. Die junge Läuferin geriet deutlich zu häufig in Positionskämpfe und verlor wertvolle Kraft für die entscheidende Phase des Rennens, in der es für sie nicht mehr als zum achten Platz reichte.

Weitere gute Leistungen zeigten: Julius Uelschen (60m), Christian Noll (200m), Ina Thimm (60m, 200m), Amelie Schröer (60m), Karen Schiwon (60m Hürden), Stefanie Ebbers (Weitsprung) und Frederik Traub (1500m).

von: Ines Wäntig (text) und Thomas Finke (Bild)