Mit der nationalen Meisterschaft naht für viele bundesdeutsche Leichtathleten der absolute Saisonhöhepunkt. Das gilt auch für Kugelstoßer Leonid Ekimov vom LC Paderborn, dessen Formkurve auch rechtzeitig zu den Titelkämpfen steil nach oben zeigt. Zunächst startete der Paderborner bei einem internationalen Weltklassemeeting in Biberach. Gestoßen wurde dort direkt auf dem Marktplatz, wo rund 2.500 Zuschauer „für eine Hammerstimmung sorgten“. Für Ekimov ein ganz besonderes Erlebnis, denn neben dem guten Resultat von 17,88 Meter absolvierte er diesen Wettkampf mit dem zweifachen Olympiasieger (2008 und 2012) Tomasz Majewski aus Polen.
Am vergangenen Sonntag stand beim Schlossmeeting in Gotha ein weiterer gut besetzter Wettbewerb auf dem Programm. Allerdings bei recht schwierigen äußeren Bedingungen, „denn der Wettkampf musste wegen starker Regenfälle gleich zwei Mal unterbrochen werden“, so Ekimov. Dennoch gelang es dem Paderborner, trotz dieses Handicaps die Spannung aufrecht zu halten. Der Beweis waren sechs Versuche jenseits der 18-Meter-Marke. „Das war ein sehr stabiler Auftritt von mir“, zeigte er sich mit der persönlichen Bestweite von 18,53 Meter sehr zufrieden. „Meine Big-Form baut sich langsam auf“, blickt er schon in Gedanken zur DM. Und weil er in Gotha sogar einen Versuch jenseits der 19 Meter hatte, hat er für das kommende Wochenende klare Vorstellungen: „Im Moment passt einfach alles. Wenn dann schon einer über 19 Meter geflogen ist, sollte man das jetzt bestätigen. Wenn mir das gelingt, wäre das schon der Wahnsinn.“
Text: Hartmut Kleimann (Neue Westfälische)




