Mittwoch, 04. März 2026

Vier Damen vom Sprint

Paderborn(wip). Vier Sprinterinnen des LC Paderborn mischen sich heute Abend unter die internationale Klasse und starten beim bereits ausverkauften 10. PSD-Bank-Meeting in der Leichtathletikhalle im Arena Sportpark Düsseldorf (Eurosport: 19 bis 21 Uhr). Das Quartett Inna Weit, Josefina Elser, Chantal Butzek und Janina Kölsch ist über die 60 Meter am Start. In zwei Vorläufen (19.45 und 19.53 Uhr) kämpfen die insgesamt 15 Starterinnen um die acht Plätze für das Finale (20.49 Uhr).

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Inna Weit ist wieder in bestechender Form.

»Es wird ganz schön schwer, das zu erreichen«, sagt LC-Sprinttrainer Thomas Prange mit Blick auf das Startfeld. Besonders zu beachten sind die Hallen-WM-Siebte Gloria Asumnu (Nigeria) und die erst 22-jährige Schweizerin Mujinga Kambundji. Die Newcomerin lief bei ihrer Heim-EM 2014 in Zürich auf Rang vier über 100 Meter und Platz fünf über 200 Meter. Zudem ist die Mannheimerin Verena Sailer dabei. Die Europameisterin von 2010 (100 Meter) sorgte beim PSD-Bank-Meeting im vergangenen Jahr in 7,19 Sekunden über 60 Meter für einen der insgesamt fünf deutschen Siege.

Für die Jüngste des LC-Quartetts, Chantal Butzek (17), geht es bei solch einem großen Event in erster Linie darum, Erfahrung zu sammeln. »Da ist ziemlich viel Trubel in der Halle. Man hat kaum Platz zum Aufwärmen. Ich bin gespannt, was Chantal in solch einem Umfeld abrufen kann. Ich schätze sie so ein, dass es sie sogar eher pushen wird«, meint Prange. In bestechender Form zeigte sich Weit bei den Westfälischen Meisterschaften, als sie nach dem Trainingslager auf Lanzarote in 7,37 Sekunden (nur eine Hundertstel über ihrer persönlichen Bestzeit) über die 60 Meter siegte. Ihre Achillessehnen-Beschwerden sind mittlerweile auskuriert. »Sie hat derzeit keine Probleme, aber wir sind trotzdem vorsichtig, daher verzichten wir auf unnötige Starts über die 200 Meter«, berichtet Prange.

Ansteigende Form sieht der LC-Coach bei Josefina Elsler. Sie nahm ebenfalls am Trainingslager auf Lanzarote teil und war bei den Westfälischen Meisterschaften in Dortmund noch etwas müde (7,51 Sekunden über 60 Meter im Vorlauf, Vierte mit 7,51 Sekunden im Finale). »Sie macht jetzt einen deutlich frischeren Eindruck. Ich denke, da ist eine Saisonbestleistung möglich«, meint Prange. Kölsch lief in Dortmund auf Platz drei (in Bestleistung von 7,48 Sekunden). »Sie ist gut im Training. Auch für sie ist so ein Meeting wie in Düsseldorf ein tolles Erlebnis«, sagt Prange.

Genießen und trotzdem das Bestmögliche herausholen, so in etwa könnte die Devise für die vier LC-Damen lauten. Vor allem Weit freut sich nach den Achillessehnen-Strapazen auf den Start. »Ich traue Inna eine Zeit von 7,30 Sekunden zu«, hofft Prange.

Quelle: Westfälisches Volksblatt 29.01.2015