Mittwoch, 04. März 2026

Eine Medaille und viel Pech

Weit DM-Dritte, Elsler zweimal Vierte

 

Trainiert in den USA: Sprinterin Inna Weit. (FOTO: MK)

Holt Bronze über 200m: Inna Weit vom LC Paderborn

Paderborn (en). Das gab’s noch nie: Mit Inna Weit, Josefina Elsler und Ina Thimm stehen bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm gleich drei Paderbornerinnen im 200-Meter-Finale. In den Kampf um Platz eins greift das Trio allerdings nicht ein. Titelverteidigerin Weit muss sich vor Elsler mit dem Bronze-Rang begnügen.

Im Ziel war der Rückstand auf ihre Erbin Rebekka Haase beträchtlich. Die neue Meisterin vom LV Erzgebirge (23,24 Sekunden) lieferte sich ein enges Duell mit der Mannheimerin Nadine Gonska (23,27), Weit (23,55) und Elsler (23,58) folgten mit beachtlichem Abstand. Thimm, die im Vorlauf in 23,91 Sekunden eine neue Bestzeit erzielt hatte, landete in 24,34 Sekunden auf Rang acht. »Innas Achillessehnenprobleme waren hier wieder wesentlich größer als noch in der vergangenen Woche. So etwas kostet nicht zuletzt auch viel Selbstvertrauen und unter diesen Umständen können wir mit dem dritten Platz leben. Das war das Maximum«, sagte LC-Trainer und Augenzeuge Thomas Prange.

Weit hat Probleme mit der Sehne, Elsler mit ihren Platzierungen. Wie am Sonntag über die 200 Meter war sie auch am Samstag über die 100 Meter Vierte geworden. Hinter Tatjana Pinto (LG Münster/11,20), Verena Sailer (MTG Mannheim/11,23) und Rebekka Haase (11,43) belegte sie in 11,48 Sekunden den ersten Platz, für den es keine Medaille gibt und auch der Traum von der EM-Norm erfüllte sich bei der letzten Gelegenheit nicht. Im Vorlauf überzeugte die 23-Jährige in 11,39 Sekunden und in dieser Saison schon zum sechsten Mal mit einer Zeit unter 11,40 Sekunden, aber für die benötigte 11,32 reichte es wieder nicht. »Josefina ist sicherlich ein bisschen traurig, weil ihr zweimal nur wenige Hundertstel gefehlt haben, aber bei den Deutschen Meisterschaften sind die Besten am Start und wenn man da zweimal Vierte wird, ist das doch auch nicht schlecht«, sagte Prange.

Elsler trat den Heimweg aber auch deshalb sehr enttäuscht an, da sie an dem missglückten Wechsel der Paderborner 4×100-Meter-Staffel beteiligt war, der ihr auch die dritte Medaillenchance kostete. Fast gleichauf liegend mit dem späteren Meister MTG Mannheim, hatten Elsler und Schlussläuferin Thimm so große Abstimmungsprobleme, dass das LC-Quartett nach der Zielankunft disqualifiziert wurde. »Trotz des Fehlers sind sie als Vierte ins Ziel gekommen. Ohne die Probleme wäre locker Rang zwei möglich gewesen. Das ist echt bitter«, sagte Prange. Damit noch nicht genug des Paderborner Pechs. Die 4×100-Meter-Staffel der Männer verpatzte den ersten Wechsel, von Julius Uelschen auf Tobias Lutzenberger, verlor mindestens eine Sekunde und belegte so nur den 13. Platz. »Das war der schlechteste Wechsel, den ich in meinem Leben gesehen habe. Andernfalls wäre eine Top6-Platzierung drin gewesen«, sagte der LC-Trainer.

Quelle: Westfälisches Volksblatt 28.07.2014