Leichtathletik: Schlechte Bedingungen trüben Wettkämpfe in Hamm/Sieg und Jena LC sichert sich fünf Titel

Josefina Elsler (rechts) übergibt den Staffelstab an Ina Thimm. Mit Britta Tomkel und Janina Kölsch laufen sie zum Sieg.
Paderborn (WB/wip). Fünf Titel gehen an den LC Paderborn. Bei den Westdeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Hamm/Sieg haben Britta Tomkel, Ina Thimm, Julius Uelschen, Leonid Ekimov und die 4×100-Meter-Frauenstaffel Gold gewonnen.
Die Staffel mit Tomkel, Thimm, Janina Kölsch und Josefina Elsler verwies dabei nicht nur LT DSHS Köln und LG Rhein-Wied auf die Plätze zwei und drei, sondern sorgte mit der Zeit von 45,37 Sekunden sogar für einen LC-Vereinsrekord. »Das ist eine starke Zeit. Vor allem, wenn man bedenkt, dass bei den Wechseln noch nicht alles klappt. Damit ist bei den Deutschen Meisterschaften eine Medaille möglich«, sagt LC-Trainer Thomas Prange und blickt schon auf die Wettbewerbe am 26. und 27. Juli in Ulm voraus.
Tomkel siegte in 12,38 Sekunden über die 100 Meter der Frauen, Jutta Menne wurde Dritte (12,58) und Ines Wäntig Siebte (13,16). Auch über die 200 Meter der Frauen ging der Titel an den LC. Hier gewann Thimm in 24,44 Sekunden. Das starke Abschneiden der Sprinter rundete Uelschen mit dem Sieg über die 100 Meter der Männer in 11,10 Sekunden ab. Tobias Lutzenberger (11,21) landete auf Rang vier, Jens Faßbender (11,26) auf dem sechsten Platz. Die 4×100-Meter Staffel der Männer des LC mit Uelschen, Lutzenberger, Faßbender und Christian Noll erreichte den dritten Rang.
Ein weitere Goldmedaille ging an Leonid Ekimov, der im Kugelstoßen mit 17,63 Metern siegte.
LC-Sprintcoach Prange freute sich über die Titel, haderte aber: »Das Wetter war bei starkem Gegenwind und Regen katastrophal. Wenn man mit 12,38 Sekunden über die 100 Meter der Frauen gewinnt, spricht das für schlechte Bedingungen. Julius reichten über die 100 Meter der Männer 11,10 Sekunden. Er ist diese Saison schon 10,72 gelaufen. Bessere Zeiten waren aber nicht möglich.«
Noch mehr ärgerte sich Prange aber über die Bedingungen beim Leichtathletik-Meeting in Jena. Dort ging Inna Weit an den Start, um die Europameisterschafts-Norm über die 200 Meter (23,10 Sekunden) zu knacken. Doch daraus wurde nichts. »Wir sind dahin gefahren, weil in der Ausschreibung Rückenwind garantiert wurde. Allerdings war auf der Gegengerade die Zeitmessung defekt, deshalb wurde auf der normalen Gerade mit Gegenwind gelaufen«, berichtete Prange. So kam der 200-Meter-Sprint der Frauen bei nur einer Konkurrentin (die anderen Läuferinnen traten nicht mehr an) eher einem Trainingslauf gleich und Weit kam nach 24,03 Sekunden ins Ziel. Im Finale über 100 Meter, in dem noch sechs Läuferinnen starteten, wurde Weit zuvor in 11,67 Sekunden Zweite. Dabei ist aufgrund des Regens beim Start ihr Block weggerutscht und sie wäre fast hingefallen. Steven Müller belegte über die 200 Meter der Männer in 21,82 Sekunden Platz zwei.
An diesem Donnerstag gehen einige LC-Athleten in Mannheim an den Start. Elsler, die bei den Westdeutschen Meisterschaften aufgrund der schlechten Wetters auf die Starts über 100 Meter und 200 Meter verzichtete, versucht dort die EM-Norm über die 200 Meter zu unterbieten. »Wenn die Bedingungen gut sind, kann sie das schaffen«, meint Prange. Weit wird wahrscheinlich erst wieder bei den Deutschen Meisterschaften am 26. und 27. Juli starten und sich dort eventuell auf die 200 Meter konzentrieren. Auch sie hat die EM-Norm weiterhin im Visier.
Quelle: Westfälisches Volksblatt 15.07.2014




