Paderborn (FB). Inna Weit stand am Wochenende mal wieder im Blickpunkt. Die 25-jährige Sprinterin vom LC Paderborn holte mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel bei der Staffel-Weltmeisterschaft auf den Bahamas einen beachtlichen sechsten Platz. Eher heimlich, still und leise sorgte ihre Vereinskollegin Josefina Elsler derweil bei einem Meeting an der deutsch-französischen Grenze für Furore. Die 22-jährige LC-Athletin gewann in im lothringischen Städtchen Forbach das 100-Meter-Rennen in glänzenden 11,37 Sekunden.
Elsler pulverisierte damit ihre Bestzeit (11,68 Sekunden), die sie Anfang Mai in Mannheim aufgestellt hatte, um satte 31 Hundertstel. „Ich wusste, dass ich in dieser Saison schnell laufen kann. Aber ich hatte nicht erwartet, dass im zweiten Wettkampf gleich so eine Zeit herausspringt“, kommentiert Josefina Elsler ihre Topleistung, mit der sie sich auf Rang zwei der Deutschen Jahresbestenliste katapultierte. Selbst die Europameisterschaft in Zürich ist für die aus Flensburg-Handewitt stammende Sprinterin keine Utopie mehr. So liegt die A-Norm für die EM bei 11,32 Sekunden. „Wenn ich mich nicht allzu dumm anstelle, müsste ich so eine Zeit in dieser Saison laufen können“, sagt Elsler.
Inna Weit gönnt sich nach einem anstrengenden Trainingslager in Florida und der Staffel-WM unterdessen erst einmal eine Wettkampfpause, ehe es für sie am zweiten Juni-Wochenende bei der Regensburg-Gala um ein Ticket für die Team-Europameisterschaft in Braunschweig geht. „Inna hat in Florida einen sehr starken Eindruck gemacht. Sie hat jede Menge Trainingsbestzeiten erzielt“, berichtet Thomas Prange. Mit der amtierenden deutschen 200-Meter-Meisterin dürfte damit auch in dieser Saison ganz stark zu rechnen sein.
Andere Sprint-Asse vom LC Paderborn bereiten ebenfalls Freude. So schaffte Ina Thimm beim Mannheimer Meeting in 24,50 Sekunden auf Anhieb die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Ulm (26. und 27. Juli). Vereinskollege Julius Uelschen verbesserte in Mannheim seine 100-Meter-Bestzeit auf 10,78 Sekunden. „Ihm traue ich sogar eine Zeit um 10,55 Sekunden zu“, urteilt Thomas Prange über den ehemaligen Baseball-Nationalspieler, der sein Glück nun auf der Laufbahn versucht.
Quelle: Neue Westfälische 27.05.2014





