Paderborn. Die Leichtathleten Nils Kappeller, Steven Müller und Ina Thimm tragen normalerweise das Trikot des LC Paderborn. Bei den Deutschen Hallen-Hochschulmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach aber waren sie am Mittwoch für die Universitäten Paderborn, Kassel und Bochum im Einsatz. Mit Erfolg: Das Trio holte zwei Mal Gold, ein Mal Silber und zwei Mal Bronze. Paderborns Vorzeige-Sprinterin Inna Weit war unterdessen am Donnerstagabend noch einmal in Skandinavien am Start.
Nachdem die 25-Jährige am vergangenen Wochenende beim Hallenmeeting im finnischen Vaasa über 60 Meter (7,43 Sekunden) und 200 Meter (23,63 Sekunden) überzeugt hatte (wir berichteten), ging Weit am Donnerstag bei der hochkarätigen „XL Galan“ in Stockholm-Solna über 200 Meter an den Start. Vor mehr als 8.000 Zuschauern in der riesigen Friends-Arena lag die Paderbornerin zur Hälfte des Rennens sogar in Führung, ehe sie eingangs der zweiten Kurve etwas ins Stolpern geriet. In 23,84 Sekunden blieb Weit somit unter ihren Möglichkeiten. Hinter der schwedischen U18-Weltmeisterin Irene Ekelund (23,48) und der Jamaikanerin Aleen Bailey (23,68) stand der dritte Platz zu Buche.
„Aber insbesondere die ersten 100 Meter stimmen mich optimistisch“, bilanziert Inna Weit, für die es nun zusammen mit LC-Coach Thomas Prange auf die Kanaren geht. Ein achttätiges Trainingslager steht auf der Agenda, ehe Weit bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Leipzig (22. und 23. Februar) über 60 Meter, 200 Meter und in der Sprintstaffel Medaillen in Angriff nimmt.
Auch Steven Müller wird in Leipzig mit dabei sein. Und der LC-Sprinter aus Kassel bewies bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft, dass er derzeit in Topform ist. So blieb der 23-Jährige über 60 Meter erstmals unter 6,90 Sekunden. In 6,85 Sekunden holte er hinter dem Frankfurter Michael Pohl (6,84) Silber für die Uni Kassel. In seiner Spezialdisziplin 200 Meter gab es für Müller sogar Gold. Mit seiner Siegerzeit von 21,77 Sekunden konnte er jedoch nur bedingt zufrieden sein.
Ina Thimm, die in Frankfurt für die Uni Bochum startete, holte unterdessen zwei Bronzemedaillen. Mit 7,82 Sekunden über 60 Meter verpasste sie ihre persönliche Bestzeit nur um eine Hundertstel. Über 200 Meter hatte Thimm ihren letzten Versuch, um die Norm für die Deutsche Hallenmeisterschaft (24,80 Sekunden) zu unterbieten. Doch auf der Außenbahn reichte es nur zu 25,13 Sekunden. „Ina war einfach zu müde, denn sie hat in den letzten Wochen viele Rennen bestritten, um die DM-Norm zu knacken“, erklärt Trainer Thomas Prange.





