Samstag, 07. März 2026

Spaß schlägt Zeit

Inna Weit mit drei großen Auftritten in Zürich und Berlin
 
In Zürich über 100 Meter und in der 4x100-Meter-Staffel, in Berlin über 200 Meter: LC-Sprinterin Inna Weit (links) spult in vier Tagen noch einmal ein anspruchsvolles Programm ab. Foto: Baumann

In Zürich über 100 Meter und in der 4×100-Meter-Staffel, in Berlin über 200 Meter: LC-Sprinterin Inna Weit (links) spult in vier Tagen noch einmal ein anspruchsvolles Programm ab. Foto: Baumann


Montag, 02. September 2013

Zürich/Berlin (WB/en). Für Bestzeiten reicht es gen Ende einer langen Saison natürlich nicht mehr – aber großen Spaß hat Sprinterin Inna Weit bei ihren Auftritten in den Top-Feldern von Zürich und Berlin.

Das Diamond-League-Meeting »Weltklasse Zürich« wurde für die 25-Jährige sogar zu einer Doppelvorstellung, ging sie neben der Staffel doch auch als Solistin über die 100 Meter an den Start. Im Schatten der Jamaikanerin Carrie Russel, die in 10,98 Sekunden erstmals in ihrer Karriere unter der magischen 11-Sekunden-Marke blieb, landete Paderborns Sportlerin des Jahres 2012 auf dem neunten Platz. Nach 11,73 Sekunden (Bestzeit: 11,39) blieb für sie die Uhr stehen, ehe nur zwei Stunden später Start Nummer zwei wartete. Diesmal stand Weit mit der deutschen WM-Staffel auf der Bahn und wurde – wie nach der Ergebniskorrektur schon in Moskau – wieder Vierte. Das DLV-Quartett mit Tatjana Pinto (Münster), Inna Weit, Yasmin Kwadwo (Mannheim) und Verena Sailer (Mannheim) benötigte 43,19 Sekunden und musste sich damit den Siegerinnen aus den USA, die in 41,67 Sekunden einen Meetingrekord aufstellten, sowie Jamaika und der Ukraine geschlagen geben. »Unsere Wechsel waren diesmal gar nicht gut, aber wir hatten trotzdem viel Spaß«, waren Weits Worte im Züricher Ziel.

Vom mit 25000 Leichtathletik-Fans ausverkauften Letzigrundstadin ging es nach einer kleinen Verschnaufpause in Paderborn gleich weiter in das mit mehr als 50000 Zuschauern gefüllte Berliner Olympiastadion, wo sich das LC-Ass beim 72. Internationalen Stadionfest, dem ISTAF, am Sonntag erneut mitten in der Weltklasse tummeln durfte. In der Hauptstadt stand der Start über ihre Paradedisziplin, die 200 Meter, auf dem Plan. Weit kam mit der zweitschnellsten Reaktionszeit aus dem Block, vermochte den starken Start aber nicht mehr in eine solche Zeit umzusetzen. In 23,65 Sekunden (Bestzeit: 23,08) belegte sie den achten Platz. Den Sieg machten in Berlin die zwei US-Amerikanerinnen Tiffany Townsend (1. Platz/22,77) und Charona Williams (2. Platz/22,82) unter sich aus.

Quelle: Westfalen-Blatt 02.09.2013