Allerdings standen die Titelkämpfe in Gateshead unter dem Motto „Vom Winde verweht“, denn Gegenwind von bis zu fünf Metern pro Sekunde ließ vor allem das Vorhaben Normerfüllung für die Weltmeisterschaften für alle Athleten zu einem fast unmöglichen Unterfangen werden. Und an Tag eins stand für die Paderbornerin der Staffelwettbewerb an.
Hinter der Ukraine wurde das Damen-Quartett des DLV in der offiziellen Ergebnisliste noch vor Russland, Frankreich und Großbritannien an zweiter Stelle geführt. Kwadwo-Weit-Pinto–Sailer erreichten eine Zeit von 43,15 Sekunden. „Damit waren alle zufrieden, obwohl die Wechsel noch nicht hundertprozentig klappten und auch die Bundestrainer überzeugt waren, dass bei der Zeit somit noch einiges drin ist“, so LC-Sprinttrainer Thomas Prange nach einem Telefonat mit seinem Schützling. So hatte Inna Weit als zweite Läuferin praktisch den Rückenwind-Part und war in der Wechselzone doch etwas auf Tatjana Pinto aufgelaufen. „Das ist extrem schwierig, auf solche Dinge zu reagieren“, so Prange.
Am Sonntag verschlechterten sich die Wetterbedingungen noch erheblich. Zum böigen Wind gesellte sich jetzt noch Dauerregen. Inna war schließlich im ersten von zwei Zeitläufen an der Reihe. Nach einigem Hin und Her ging es nicht optimal vorbereitet los. „Sie war nicht zufrieden, alle waren auch bei dem Regen unterkühlt“, berichtete Prange nach dem ersten telefonischen Kontakt mit seiner Athletin. Die wurde hinter der Spanierin Estela Garcia (23,58 Sek.) in 23,62 Sek. Zweite. Insgesamt lief Weit in der Summe beider Läufe die sechstbeste Zeit aller zwölf Teilnehmerinnen. Gelegenheit, die geforderte WM-Norm (22,95) über 200 Meter zu knacken, folgt am kommenden Wochenende in Mannheim. Bei hoffentlich regulären Bedingungen.
Quelle: Neue Westfälische 24.06.2013





