Dienstag, 10. März 2026

Weit findet’s wunderbar

Inna Weit, hier bei der EM in Helsinki, lief im fernen Philadelphia erstmals für die deutsche Staffel (Foto: Baumann)

Inna Weit, hier bei der EM in Helsinki, lief im fernen Philadelphia erstmals für die deutsche Staffel (Foto: Baumann)


LEICHTATHLETIK: Paderbornerin feiert Staffel-Debüt vor 48.900 Zuschauern
 
Philadelphia/Paderborn (FB). Für ihren ersten Einsatz in einer deutschen Nationalstaffel hatte sich Inna Weit einen prima Zeitpunkt ausgesucht. Denn die 24-jährige Sprinterin vom LC Paderborn feierte ihr Debüt in einem mit 48.900 Zuschauern besetzten Stadion. „Es war wunderbar“, lautete dann auch Weits Fazit nach der 4×100-Meter-Staffel, die einer der Höhepunkte der traditionsreichen „Penn Relays“ im US-amerikanischen Philadelphia gewesen war.
Noch dazu konnte sich die Paderbornerin gemeinsam mit ihren Staffelkolleginnen Tatjana Pinto (Münster), Yasmin Kwadwo und Verena Sailer (beide Mannheim) über eine richtig gute Leistung freuen. In 43,68 Sekunden landete das deutsche Quartett am Samstag im Franklin Field von Philadelphia hinter Jamaika (42,42), USA II (42,65), USA I (42,66) und Nigeria (43,52) auf Rang fünf. „Das war die schnellste Zeit, die eine deutsche Frauen-Staffel bei den Penn Relays je gelaufen ist. Das war eine sehr gute Teamleistung“, lobte Bundestrainer Thomas Kremer, der Inna Weit überraschend als Startläuferin nominiert hatte.

 

Diese Rolle war für die Paderbornerin zwar ziemlich ungewohnt. Doch Weit, die sich in der internen Qualifikation gegen Katharina Grompe (Olympia Dortmund) durchgesetzt hatte, meisterte die Aufgabe mit Bravour. „Ihre Form passt“, konstatiert ihr Coach Thomas Prange, der den Auftritt seiner Vorzeige-Athletin vom heimatlichen Paderborn aus verfolgte. Entsprechend optimistisch ist der LC-Trainer für die kommenden Aufgaben.

Nach dem am kommenden Sonntag startenden Trainingslager auf Teneriffa steht beim Internationalen Pfingst-Sportfest in Rehlingen ein weiterer Härtetest auf der Agenda, ehe am 25. Mai bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim über 100 Meter ein erster Angriff auf die WM-Norm (11,25 Sekunden) erfolgen soll. „Über 100 Meter ist Inna mittlerweile mindestens genauso stark wie über 200 Meter. Ich traue ihr über beide Strecken die Norm zu, wenn die Bedingungen passen und das nötige Glück da ist“, urteilt Thomas Prange, der aufgrund der Penn Relays ein paar Tage auf seinen Schützling verzichten musste. „Das ist von der Trainingsplanung nicht optimal. Aber was die Motivation betrifft, ist so ein Wettkampf wohl viel mehr wert als jede Trainingseinheit“, betont Prange.