Deutsche Meisterin bringt Viertklässlern ihrer früheren Grundschule das Sprinten bei
VON DER KLASSE 4E DER DIONYSIUSSCHULE

Auf der Bahn unterwegs: Inna Weit (rechts) und die Viertklässler laufen sich warm. FOTOS: ULLA WIEHMEYER
Paderborn-Elsen. Sportliche Viertklässler der Dionysius-Schule Elsen erlebten im Ahorn-Sportpark eine Sportstunde mit der Deutschen Meisterin im Sprint, Inna Weit.
Einen Vormittag mit der berühmten Spitzensportlerin Inna Weit, das würde sich doch bestimmt jeder wünschen. Wir, die Klasse 4e der Dionysiusschule, hatten jetzt dieses Glück. Am Morgen machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Sportpark. Dort empfing uns die ehemalige Schülerin der Dionysiusschule, Inna Weit, freundlich. Wir zogen uns blitzschnell um, denn wir wollten so schnell wie möglich auf die Laufbahn.
Auf der 200-Meter-Bahn liefen wir uns warm. Nach drei Runden waren wir schon ganz schön aus der Puste. Inna dagegen war nichts anzumerken. Mit denen, die immer noch nicht genug hatten, lief sie noch eine schnelle Runde. Bei Inna sieht das Laufen ganz leicht aus. Sie schwebt quasi über die Bahn.
Anschließend gab es eine „schöpferische Pause“, alle Kinder durften etwas trinken. Danach ging es runter zu den Matten. Wir machten Dehnübungen, Körperspannungs- und Koordinationsübungen. Das alles gehört zu Innas Trainingsprogramm. Sie sagte, dass Beweglichkeit ganz wichtig ist.
Dann war der Weitsprung dran. Alle machten es gut, doch mit ein paar Tipps von Inna sprangen wir noch weiter. Endlich ging es zum Sprint! Doch bevor wir schnell laufen durften, machten wir Koordinationssprint. Dabei ging es nicht um Schnelligkeit, sondern darum, dass wir es richtig machten. Das machten wir eine ganze Weile, einmal Hopser-Lauf, dann Anfersen und noch viele Übungen mehr. Auch das gehört zum Training.
Jetzt wurde es spannend: Inna holte die Startblöcke auf die 60-Meter-Bahn. Erst mussten wir sie für uns einstellen, dann durften wir starten und um die Wette laufen. Das hat viel Spaß gemacht. Aber wenn man Inna Weit über die Bahn sprinten sieht, dann weiß man, warum sie Deutsche Meisterin ist. Der sportliche Teil wurde mit dem Harry-Potter-Spiel abgeschlossen. Das war lustig.
„Das ist mein Goldschuh“, sagte Inna stolz, „mit dem habe ich Gold geholt!“ Sie gab uns den Schuh, damit wir fühlen konnten wie leicht er war und was für kleine Spitzen er hat. „Die Spitzen sind Spikes“, erklärte sie, „damit man eine bessere Haftung am Boden hat!“
Nach unserem Interview mit Inna (Auszug unten) übergaben wir unserer Trainerin ein kleines Geschenk – und bekamen Autogrammkarten. Danach mussten wir uns leider schon wieder umziehen. Die Zeit war wie im Flug vergangen. Alle waren sich einig: Das war einer unserer schönsten Schultage!

Ein toller Tag: Inna Weit (Mitte) strahlt mit den Kindern um die
Wette. Sie war selbst auch einmal Schülerin an der Dionysiusschule
Mein größter Traum: Olympia“
Viertklässler interviewen Profi-Sprinterin Inna Weit
Ganz viele Fragen hatten sich die Kinder der 4e überlegt – Inna Weit beantwortete alle mit viel Geduld. Hier ein Auszug:
Wie und wann bist du zur Leichtathletik gekommen?
INNA WEIT: Das war in der Grundschulzeit in der Dionysiusschule. In der dritten Klasse war ich Schulbeste bei den Bundesjugendspielen. Ich bin dann mit einer Freundin zur Leichtathletik gegangen.
Warum hast du dir Sprint als Disziplin ausgesucht?
WEIT: Sprint kann ich am besten und man hat den direkten Vergleich. Außerdem finde ich dieses Gefühl, richtig schnell zu sein, toll.
Wie muss man sich als Sportlerin ernähren?
WEIT: Keine Süßigkeiten, keine süßen Getränke! In Wettkampfphasen esse ich immer sehr ausgewogen, viel Salat, Obst, Nudeln, Reis, kein Schweinefleisch, sondern Hühnchen. Also wenig Fett und Süßes.
Ist Leichtathletik dein Beruf?
WEIT: Ja. Außerdem bin ich Physiotherapeutin. Ich habe quasi zwei Standbeine.
Was ist dein größter Traum?
WEIT: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen! Und sonst ein Häuschen, glücklich sein und gesund bleiben.
Quelle: Neue Westfälische vom 19.03.13





