Samstag, 19. Juni 2021

Zapalska sprintet zu drittem DM-Bronze

Am vergangenen Wochenende war das Braunschweiger Eintracht-Stadion wie bereits im letzten Sommer Schauplatz der Deutschen Leichtathletik Meisterschaften. Hürdensprinterin Monika Zapalska vom LC Paderborn sprintete zum dritten DM-Bronze in Folge.

Monika Zapalska war bereits Anfang Mai mit der Mixed-Hürdenstaffel zum Weltmeistertitel gelaufen und hatte kurz danach über die 100 Meter Hürden den schnellsten Saisoneinstieg ihrer Karriere. Bei den nationalen Titelkämpfen qualifizierte Zapalska sich mit eingestellter Saisonbestzeit von 13,31 Sekunden bereits mit der zweitschnellsten Halbfinalzeit souverän für das Finale. In diesem bestätigte sie diese Zeit mit 13,34 Sekunden und landete somit – wie bereits im vergangenen Sommer und auch bei der Hallen-DM – auf dem Bronze-Rang. „Ehrlich gesagt wollte ich das gewinnen und Bestzeit laufen. Bis zur siebten Hürde war ich echt gut vorne, aber leider war dann etwas die „Luft raus“ – technisch war mein Rennen dann nicht mehr so kompakt wie bei den ersten Hürden, daran müssen wir noch arbeiten“, erklärt Zapalska ehrgeizig. Sprint-Coach Thomas Prange zeigt sich zufrieden: „Ich fand Monis Rennen vorne sehr stark, das klappt jetzt wirklich gut. Die ersten 70 Meter sind schon hervorragen. Was mir noch nicht so ganz gefällt sind die letzten Meter – Wir haben wahrscheinlich die Lösung des Problems schon gefunden und werden im Training jetzt den Fokus darauf legen. Über die letzten Monate waren Hürdenläufe über eine längere Distanz als 60 Meter wetterbedingt schwer umsetzbar, da geht die Konzentration noch etwas verloren. Ich bin aber überzeugt, dass Moni gut in Form ist – sie ist vorne blitzschnell und wird dieses Jahr noch eine deutliche Steigerung hinlegen.“ Für den Feinschliff geht es für die Sprintgruppe von Thomas Prange und Kathi Panitz nun ins Trainingslager nach Mallorca, um an den Feinheiten zu arbeiten.

Für die Deutsche Meisterin über 100 und 200 Meter von 2019 Tatjana Pinto waren die Deutschen Meisterschaften erst der zweite Wettkampf der Saison. Mit 11,34 Sekunden qualifizierte sich Pinto auch direkt für das Finale, jedoch musste sie ihren Start leider aufgrund von beim Aufwärmen wieder auftretenden Beschwerden im Zusammenhang mit ihrer Verletzung aus der Hallensaison absagen. „Die Absage ist in Absprache mit dem Bundestrainer eine reine Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf gewesen. Das höhere Ziel sind in diesem Jahr die Olympischen Spiele“, erklärt Prange.

Für Keshia Kwadwo bedeuteten 11,53 Sekunden im Halbfinale über 100 Meter eine Bestätigung der Leistung aus Belgien von vergangener Woche. Dort hatte sie mit 11,48 Sekunden die Norm für die U23 EM erfüllen können. „So ganz zufrieden bin ich nicht, ich wäre gerne schneller gelaufen. Man merkt, dass ich lange keine Wettkämpfe gemacht habe, aber ich bin froh, dass mein Körper bisher alles gut mitmacht. Ich trainiere jetzt weiter und dann geht´s mit Vollgas in Richtung U23 DM. Dort will ich eine Medaille holen und mir so einen Einzelstartplatz bei der EM sichern“, so Kwadwo zum weiteren Saisonverlauf.

Yasmin Kwadwo, die im April bereits mit fulminanten 11,14 Sekunden in die Saison eingestiegen war, überquerte im Halbfinale nach 11,54 Sekunden die Ziellinie und erklärt: „Bei mir ist aktuell das Problem, dass ich derzeit nicht richtig in Form bin für die 100 Meter und sich in der Vorbereitung Fehler eingeschlichen haben, für die ich jetzt die Quittung bekommen habe.“

Youngster Marvin Orthmann war als U20-Athlet der Jüngste im Feld der Männer über die 100 Meter. Mit 10,71 Sekunden konnte er ein weiteres Mal seine gute Form beweisen. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Ich wollte Erfahrungen sammeln und trotz stärkerer Konkurrenz meine Technik gut umsetzen – das ist mir gelungen. Dementsprechend blicke ich der weiteren Saison zuversichtlich entgegen“, so Orthmann. Coach Prange schätzt den Wettkampf ähnlich ein: „Das Rennen fand ich sehr gut. In einem Feld, in dem man der schnellste ist, kann man locker bleiben und gute Zeiten laufen. In einem Feld mit stärkerer Konkurrenz ist es stark, wenn man trotzdem seine Leistung abrufen kann ohne zu verkrampfen. Ich bin mir sicher, dass Marvin nach dem Trainingslager richtig abliefern wird.“