Montag, 19. August 2019

Deutsche Jugendmeisterschaften – U20 Staffel starke 4. und Top-8-Platzierungen für Bokel, Hanich & Nahen

Mit fünf Einzelstartern und zwei Sprint-Staffeln reiste der LC-Paderborn am vergangenen Wochenende in das Ulmer Donaustadion, in dem die Deutschen Jugendmeisterschaften der U18 und U20 ausgetragen wurden. Zwar gab es für den LC keine Medaille, aber es gab einige Bestleistungen und Top-Acht-Platzierungen.

U20 Staffel (v.l.) Luzie Probst, Franziska Keuper, Laura Keuper, Nicole Rodehutscord, Anna Semler

Allen voran die 4×100 Meter Staffel der weiblichen U20: Anna Semler, Nicole Rodehutscord, Laura Keuper und Franziska Keuper hatten am Sonntag mit starkem Regen zu kämpfen, welcher die Wettkampfleitung dazu zwang, statt geplanten Vor- und Endläufen nur Zeitendläufe stattfinden zu lassen. Trotz der widrigen Bedingungen und noch Potential in den Wechseln sprintete das Quartett in dem am schnellsten besetzten Zeitlauf mir 47,97 Sekunden – nur 6 Hundertstel über Bestleistung – als dritte ins Ziel. Nur eine Staffel war vorher bereits schneller, sodass die Paderborner Staffel schlussendlich Rang vier belegte. Trainer Thomas Prange freut sich: „Das ist eine sehr starke Leistung unserer „Eigengewächse“! Das zeigt, dass unsere Nachwuchsarbeit fruchtet.“

Kiara Nahen & Malin Bokel (v.l.)

Ebenfalls unter die Top-Acht lief Malin Bokel über die 2000 Meter Hindernis der U20 in neuer Bestzeit von 7:19, 28 Minuten. Trotz einer unwetterbedingten Verspätung des Rennens bis zum späten Abend konnte Bokel sich in ihrem DM-Comeback den starken fünften Platz sichern.

Trainingskollegin Lina Hanich zeigte im Vorlauf über die 800 Meter der U18 mit 2:14,39 Minuten bereits ihre Medaillenambitionen. Nach sehr kurzer Vorbereitungszeit auf die Meisterschaft musste sie sich im Finale allerdings mit einer Zeit von 2:16,25 Minuten und Platz acht zufrieden geben. LC-Lauftrainer Tim Rabe erklärt: „Wie man an ihrem nahezu fehlerfreien Vorlauf sehen konnte, spiegelt die Finalplatzierung nicht ihre eigentliche Leistungsfähigkeit wieder. Außerdem hat sie aus der sehr kurzen Vorbereitung auf die DM das Maximum herausgeholt, sodass sie sich keine Vorwürfe machen muss“.

Kiara Nahen im Feld der U18 über 3000 Meter

Kiara Nahen konnte sich ebenfalls Platz acht sichern: Die U18 Athletin startete zunächst über die 3000 Meter ihrer Altersklasse und belegte dort bei Temperaturen von rund 36°C in 10:38,14 Minuten Rang acht. Am Folgetag startete das Nachwuchstalent zudem im Halbfinale über die 1500 Meter der höheren Altersklasse U20 und belegte mit 4:52,84 Minuten insgesamt den 16. Platz.

„Obwohl in Einzelfällen natürlich noch etwas mehr dringewesen wäre, müssen uns drei Top 8 Platzierungen in Deutschland bei drei Starts im Ganzen natürlich zufrieden stellen“ bilanziert Rabe. „Die Drei werden ihre gute Form nun in den nächsten zwei Wochen noch über verschiedene Strecken von 800m bis 5km nutzen um einige Bestzeiten anzugreifen, bevor es anschließend in die Saisonpause geht.“

 

Ebenfalls mit einem Doppelstart reiste Franziska Keuper an. Der Schützling von Kathi Panitz und Thomas Prange startete zunächst über die 100 Meter der U20, wo sie mit 12,45 Sekunden ihr selbst gesetztes Ziel verfehlte. Am Folgetag sollte das Halbfinale über die 200 Meter eigentlich glücklicher verlaufen – nach stark angelaufenen 100 Metern hatte Keuper allerdings mit einem Beuger-Krampf zu kämpfen, der zu einer für sie nicht zufriedenstellenden Zeit von 25,79 Sekunden und Platz 17 führte.
Trainingskollege Janis Zwiener, der über die 100 Meter der U20 mit einer neuen Bestzeit von 11,08 Sekunden im Vorlauf überraschte und sich für das Halbfinale qualifizierte konnte sich dort aufgrund von stärkerem Gegenwind nicht weiter steigern und wurde mit 11,38 Sekunden achter in seinem Lauf.

U18 Staffel (v.l.) Pia-Laetitia Lehmann, Chantal Volmari, Vanessa Golownitsch, Charlotte Kiesner, Elisa Rustemeier

Eine weitere Überraschung war die 4×100 Meter Staffel der weiblichen U18: mit 48,69 Sekunden stürmten Pia-Laetitia Lehmann, Vanessa Golownitsch, Elisa Rustemeier und Chantal Volmari in ihrem Halbfinale auf Platz drei. Die Zeit, die fast eine Sekunde unter der bisherigen Bestzeit der Staffel liegt, reichte, um sich für das B-Finale zu qualifizieren. Dort konnte das Quartett ihre Leistung mit 48,90 Sekunden noch einmal bestätigen und belegt insgesamt den 12. Platz. Trainer Michael Gaentzsch bilanziert: „Die Staffel überzeugte läuferisch und mit guten Wechseln. Der 12. Platz ist schlussendlich ein sehr gutes Ergebnis.“

 

Ein Teil des DM-Teams (v.l.) hinten Michael Gaentzsch, Janis Zwiener; mitte: Chantal Volmari, Elisa Rustemeier, Kiara Nahen; vorne Charlotte Kiesner, Pia-Laetitia Lehmann, Franziska Keuper, Lina Hanich, Vanessa Golownitsch