Samstag, 25. Mai 2019

Drewes für die WM gewappnet

Paderborn  (drü/jm). Der LC Paderborn hat bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften der Senioren in Halle/Saale Stärke demonstriert. Die ansehnliche Ausbeute der fünfköpfigen LCP-Delegation: vier Titel, insgesamt sechs Podiumsplätze. Mehr als 1100 Teilnehmer nahmen an den Titelkämpfen teil.

Vor allem Kerstin Drewes (Seniorinnen W45) zeigte sich in der Sporthalle Brandberge blendend aufgelegt. Sie sprintete zu Silber über 200 Meter (27,04 sec), als Favoritin zu Gold über ihre Paradedisziplin 400 Meter (62,65 sec) sowie nur drei Stunden später wie vor einem Jahr in Erfurt zu Gold mit der 4 x 200 Meter-Staffel des LC Paderborn. Dort bildete sie als Schlussläuferin ein Quartett mit Jutta Bergener, Michaela Zwiener und Sabine Arns. Siegerzeit: 1:54,72 Minuten – mehr als vier Sekunden Vorsprung! »Es hat alles ganz gut gepasst. Nun bin ich ganz schön geschafft und glücklich zugleich«, frohlockte die 46-Jährige nach drei intensiven Rennen.

400-Meter-Zeit ist neuer Hallenrekord

Bei ihrem Silberlauf am ersten Tag war nur die amtierende Weltmeisterin Heike Martin (26,83 sec) eine Winzigkeit schneller – die war eine ideale Tempomacherin. »Das war ein Klasselauf. Die Kurven habe ich leider nicht richtig genommen«, so Drewes. Nach dieser gelungenen Formüberprüfung blickt sie optimistisch nach vorn. Schließlich steht vom 24. bis 30. März in Polen die Hallen-Weltmeisterschaft auf dem Programm. »Meine 400-Meter-Zeit in Halle war Hallenrekord. Das stimmt mich zuversichtlich.« In der Arena Torun wird die Höxteranerin über 200 Meter sowie als Mitglied der deutschen 4 x 200-Meter-Staffel an den Start gehen. Jetzt steht erstmal unverzichtbare Regeneration an: »Das muss unbedingt sein.«

Vereinskollegin Sabine Arns sprintete über 60 Meter Hürden in 10,28 Sekunden zum W50-Titel. Eine Bronzemedaille schnappte sie sich zudem im Hochsprung ihrer Altersklasse. Drei Sprünge reichten, um mit 1,46 Metern das Podium zu besteigen.

Michaela Zwiener Vizemeisterin im Dreisprung

Michaela Zwiener (W45) wurde im Dreisprung Deutsche Vizemeisterin. Ihre größte Weite von 9,16 Metern erzielte sie im letzten Versuch. Als Vielstarterin entpuppte sich in der Sporthalle Brandberge Jutta Bergener (W50). In den Einzeldisziplinen sollte sie allerdings ohne Edelmetall bleiben: Vierte über 60 Meter (8,89 sec), Fünfte über 200 Meter (29,38 sec), Vierte über 400 Meter (66,71 sec.). Mit einem Titel im Stabhochsprung der Altersklasse W70 dekorierte sich Karin Förster. Ein geglückter Versuch reichte der einzigen Teilnehmerin in dieser Konkurrenz, um ihren DM-Start mit 1,80 Meter zu vergolden.

Quelle: Westfalen-Blatt