Dienstag, 04. August 2020

Gold-Abo in Dortmund

LEICHTATHLEIK: LC-Aktive bei Westfalenmeisterschaften sieben Mal siegreich

 

Staffelsieg: Das 4 mal 200-Meter-Quartett des LC siegt deutlich in der Besetzung (v. l.) Josefina Elsler, Ina Thimm, Jutta Menne und Inna Weit.

Staffelsieg: Das 4 mal 200-Meter-Quartett des LC siegt deutlich in der Besetzung (v. l.) Josefina Elsler, Ina Thimm, Jutta Menne und Inna Weit.

Paderborn/Dortmund. Bei den westfälischen Meisterschaften der Männer, Frauen und der U18-Altersklasse zeigten sich die LC-Athleten in Topform. Allen voran die Sprinterinnen von Trainer Thomas Prange. Insgesamt gab es für den LC sieben Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen.

Erfreulich dabei, dass es nicht nur im Sprint gut lief, sondern quer durch alle Disziplinen. Im 60 Meter-Sprint der Frauen konnte man allerdings schon Rot sehen, wenn es um die Zahl der roten LC-Trikots im Finale ging. So kamen fünf von acht Teilnehmerinnen vom LC Paderborn. Inna Weit und Josefina Elsler waren gerade frisch aus dem Trainingslager zurück und hatten sich spontan entschieden, die Westfälischen Meisterschaften für einen Test zu nutzen. Inna Weit kam schon im Vorlauf mit 7,40 Sekunden gut über die Bahn steigerte sich im Finale dann noch auf starke 7,37 Sekunden und blieb damit nur eine Hundertstelsekunde über ihrer persönlichen Bestleistung. „Dafür, dass ich aus vollem Training gestartet bin, war ich absolut zufrieden. Hätte ich nicht die Außenbahn erwischt, wäre wohl noch mehr drin gewesen“, kommentierte Weit ihren Triumph

Hinter ihr belegte Anne Christine Haack vom TV Wattenscheid Rang zwei und dann folgte mit Janina Kölsch (7,48 Sekunden), Josefina Elsler (7,54 Sekunden), Britta Tomkel (7,77 Sekunden) und Jutta Menne (7,82 Sekunden) die Phalanx des LC. Anschließend begaben sich die Sprinterinnen noch über 200 Meter an den Start. Dort liefen Josefina Elsler, Inna Weit, Jutta Menne und Ina Thimm erneut zur Hochform auf und überquerten in eindrucksvollen 1:37 Minuten die Ziellinie. Damit ließen sie nicht nur die Staffel des TV Wattenscheid hinter sich, sondern empfahlen sich auch schon eindrucksvoll für ein gutes Resultat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften.

Ina Thimm hatte zuvor schon deutlich die 200 Meter der Frauen in sehr guten 24,80 Sekunden gewonnen. Bei den 200 Metern der Männer durfte sich Steven Müller in sehr guten 21,88 Sekunden über einen tollen zweiten Platz freuen. Auch über 60 Meter lieferte er im Vorlauf mit 7,03 Sekunden einen tollen Einstieg ab, verzichtete aber auf das Finale, da er seinen Oberschenkel bereits über 200 Meter leicht gezerrt hatte. In diesem Lauf kam Christian Noll in 22,22 Sekunden auf Rang fünf.

Mit einer anderen Schnapszahl von 49,49 Sekunden holte er sich dann Silber über 400 Meter. Über 60 Meter Hürden überraschte Mehrkämpfer Andre Karasch das Publikum, als er in starken 8,33 Sekunden alle Hürdenspezialisten hinter sich ließ und mit guten Vorsprung siegte. Bereits im Vorlauf hatte er mit grandiosen 8,29 Sekunden auf seine Topform aufmerksam gemacht.

Nicht so gut lief es für ihn im Weitsprung mit 6,12 Metern, was aber darauf zurückzuführen war, dass das Hürdenfinale parallel zum Weitsprung lief. Auch im Kugelstoßen der Männer ging nichts am LC Paderborn vorbei. Leonid Ekimov und Johann Gerok machten dort den Titel unter sich aus. Ekimov zeigte sich dabei in Topform und machte mit 18,26 Metern im dritten Versuch den Titel klar. Auch er zeigte sich dabei in guter Form für die Deutschen Meisterschaften. Diese gute Form bewies auch Vereinskollege Johann Gerok. Er stieß mit 17,42 Metern eine neue Bestleistung und wurde dafür mit der Silbermedaille belohnt.

Hoch hinaus ging es für Marvin Gregor im Stabhochsprung. Dort lieferte er sich ein spannendes Duell mit Tobias Vogt von der LGO Dortmund, das er für sich entschied. Er holte sich den Titel mit guten 4,80 Metern. Bereits zuvor wurde er Sechster im Weitsprung (6,22 Metern) und Siebter über 60 Meter Hürden (8,81 Sek.). Ebenfalls hoch hinaus ging es für Nils Kappeller. Der Hochspringer siegte mit 2,05 Metern. Ein wenig Pech hatte in einem kuriosen U18-Hochsprungfinale Louisa Bauer. Kurios deswegen, weil die Plätze eins bis fünf alle mit übersprungenen 1,56 Metern vergeben wurden. Leider hatte Louisa Bauer mehr Fehlversuche und wurde „nur“ Dritte statt Erste. Ebenfalls gute Dritte wurde Franca Bredenbusch im Stabhochsprung. Sie überquerte tolle 2,80 Meter. Auch im Mittelstreckenbereich macht der LC Paderborn auf sich aufmerksam, obwohl die Top-Mittelstrecklerinnen Mareen Kalis und Tatjana Schulte auf einen Start verzichteten. Kim Uhlendorf zeigte ein tolles 800 Meter-Rennen bei den Frauen und wurde in 2:18 Minuten Zweite. Ebenfalls Zweiter wurde Jakob Willeke über 1.500 Meter der U18 (4:21 Min.) Über 800 Meter der U18 holte sich Maximilian Meyer in 2:05 Minuten Rang drei. Die LCer Tobias Lutzenberger, Patrick Penquitt, Ines Wäntig, Karen Schiwon, Vincent Rehse, Nico Austerschmidt, Jordan Forrest, Louis Schreier, Marcel Holz, Jan Erik Wagemann, Niklas Dierkes, Laura Pazmandi sammelten in Dortmund wichtige Wettkampferfahrungen.

Quelle: Neue Westfälische 20.01.2015, Text und Fotos Thomas Finke